Die Feste bieten einen guten Zugang zu den Religionen. Gleichzeitig kann es bei einer verkürzten Darstellung im Unterricht zu Verallgemeinerungen und Vereinfachungen kommen. Auf dieser und den folgenden Seiten sind deshalb Hinweise zusammengestellt, die dazu beitragen sollen, der jeweiligen Religion gerecht zu werden.
Allgemeine Unterrichtsmaterialien zu den Religionen finden sich in den Schulportalen. Auf diesen Seiten sind nur Materialien, die sich speziell auf diese Feste und Feiern beziehen.
Christentum
Feste
Weitere Feste im Einzelnen:
- Nikolaus am 6. Dezember:
Qantara.de Nikolaus. Der christliche Bischof - aus der heutigen Türkei stammend - heißt in der dortige "Variante" Noel Baba mit landesweiter Attraktivität]
Unterricht
Von »Advent - Beginn des Kirchenjahres, Adventskranz kommt aus dem Rauhen Haus« bis »Martinstag - Ein Heiliger, ein Mantel, eine Gans und Martin Luther« sind hier Erläuterungen zu Ursprung und Inhalt von Festen und Feiertagen des Kirchenjahres zusammengestellt.
Judentum
Feste
Außerdem:
Unterricht
Die jüdischen Festtage im Überblick mit vielen Informationen. Mit einer Übersicht mit den aktuellen Daten für das laufende Jahr Der »höchste« Feiertag ist der Schabath, und der wird jede Woche einmal gefeiert, am siebten Tag. Alle Feiertage und Schabatoth beginnen mit Untergang der Sonne, also am Vorabend des eigentlichen Tages.
- Ludwig Basnizki: Der Jüdische Kalender. Entstehung und Aufbau. Frankfurt/M.: Jüdischer Verlag (Suhrkamp) 1998 Verlagshinweis
- Der jüdische Festkreis übersichtlich geordnet und erläutert in:
Das Kursbuch Religion 1. Ein Arbeitsbuch für den Religionsunterricht im 5./6. Schuljahr. Stuttgart: Calwer / Braunschweig: Diesterweg u.a. 2008, S. 194-195
Ergänzend: Lehrermaterialien. Calwer / Diesterweg 2006, S. 277-280
- Judentum (Sekundarstufe 1)
Islam
Die islamischen Feste beziehen sich unmittelbar auf den Koran und weitgehend auf die Geschichte des Propheten Mohammed. Sie werden in ähnlicher Weise auf der ganzen Welt gefeiert und stärken so das Gemeinschaftsgefühl und die Identität aller Muslime, aus welchem Land sie auch kommen mögen. Zu den wichtigsten Festen gehören das Fest des Fastenbrechens und das Opferfest. Der Festzyklus beinhaltet hierbei faktisch einen ganzen Monat.
Feste
Außerdem:
Unterricht
Ramadankalender für Kinder, Unterhaltsames und Wissenswertes zu Ramadan, Opferfest und zur islamischen Kulturgeschichte
- Beschreibung der islamischen Feste (5./6. Klasse) in: Kursbuch Religion 5/6 elementar. Stuttgart: Calwer / Braunschweig: Diesterweg u.a. 2008, S. 176-177, dazu: Lehrermaterialien. Calwer / Diesterweg 2006, S. 281-282
- Friederun Rupp-Holmes: Lernstraße Islam. 15 Stationen für den Unterricht in der Sekundarstufe I. Calwer Materialien. Anregungen und Kopiervorlagen. Stuttgart: Calwer 2003. - Inhaltsangabe und Leseprobe
Hinduismus
Puja heißt die Grundform aller hinduistischen Festrituale. Sie gelten dem Weltgeist, der höchsten Wirklichkeit oder Weltenseele: Brahman. Auf dem indischen Subkontinent gibt es unterschiedliche rituelle Kalender für diese Feste. Die üblichste Weise stellt die Reihenfolge der Feste in den Zusammenhang mit den Mondphasen. Je nach Region und Kaste werden die Höhepunkte des Jahres bestimmt. Auch die hier aufgelisteten Feste geben nur Grundzüge des jeweiligen Festcharakters wieder.
Feste
Außerdem:
Unterricht
- Der Kamadchi Ampal-Tempel in Hamm (Westfalen): Zeremonien und Tempelfest
Homepage Kamadchi-Tempel
- Christine Moorcroft: Religionen kennen lernen: Hinduismus. Mülheim: Verlag an der Ruhr 1998
Holi, S. 47-48; Navarati / Navaratri, S. 43; Divali, S. 45-46
- Werner Trutwin: Die Weltreligionen: Hinduismus. Arbeitsbücher für die Sekundarstufe II. Düsseldorf: Patmos 1998 (4. Aufl. 2001)
- Robert Jackson & Eleanor Nesbitt: Listening to Hindus. London: Unwin Hyman 1990
- Hinduismus (Sekundarstufe 1)
Buddhismus
Wie die meisten Religionen in Asien, so richtet sich auch der Buddhismus nach dem Mondkalender, ausgenommen sind nur die buddhistischen Feste in Japan. Auch feiern die verschiedenen buddhistischen Richtungen ihre Feste selbst dann nicht am selben Tag, eigentlich gibt es nur für das Vesakh-Fest in Europa einen gemeinsamen Termin. Hier sind nur drei der wichtigsten Feste aufgelistet.
Es sei aber daran erinnert, dass es speziell im tibetischen Buddhismus noch spezielle "Buddha-Tage" gibt, und zwar für den Medizin-Buddha (jeweils am 8. Tag), den Buddha der Gnade (Amithaba-Buddha am 15. Tag) und für den historischen Buddha (am 30. Tag).
Feste
- Vesakh /Saka Dawa: INTR°A-Tagebuch - Geburt des historischen Buddha, sein Erwachen / Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum und sein Sterben = Eingehen ins Nirvana - diese Stationen des "Heilsweges" lösen besondere Freude aus.
- Neujahr im Buddhismus
Buddhistische Neujahrsfeste werden zu unterschiedlichen Zeiten gefeiert, offziell beginnt auch in buddhistisch geprägten Ländern seit 1912 das neue Jahr mit dem 1. Januar.
- Besonderheit des tibetischen Buddhismus: Losar - Neujahrsfest
Kunsang Tibet Shop: Losar
Außerdem:
Unterricht
Aleviten
Die Aleviten sind in der heutigen östlichen Türkei entstanden, sie verbinden islamische Elemente, von denen die schiitischen Einflüsse am stärksten sind. Sie haben jedoch eigene Rituale und Frömmigkeitsformen entwickelt, die vom traditionellen Islam teilweise erheblich abweichen.
Einzelne Feste
Jainismus
Die im 6. bzw. im 5. Jahrhundert v. Chr. etwa parallel zum Buddhismus auch in Indien entstandene Religion des Jainismus (von "Jaina = Sieger) geht auf Vardhama zurück, der unter seinem Würdetitel "Mahavira" ( = großer Held) bekannt wurde. Nicht so einflussreich wie der Buddhimsus, ist diese Religion besonders durch ihr strenges Prinzip es "ahimsa" (des Nicht-Verletzens) bekannt geworden.
Der Zeitrhythmus der Jainas wird dadurch bestimmt, dass sich zwei Weltperioden ewig ablösen. Die Jainas beginnen ihre Zeitrechnung mit dem Todesjahr ihres Stifter ( = 527 v. Chr.)
Feste
- Mastakabhiseka - Salbung des Kopfes des mythischen Bahubali, der als erster die Befreiung erreichte
- Paryushana-Parva - Große Fastenperiode
- Mahavira Jayanti: Geburtstag des Stifters Mahavira mit dramatischen Aufführungen zu seinem Leben
- Diwali / Divali, vgl. Hinduismus
Sikhismus
Der Sikhismus ist im 16. Jahrhundert durch die geistige Auseiandersetzung zwischen Hinduismus und indischen Islam entstanden. Die Sikhs folgen darum auch dem indischen Mondkalender. Die Feste sind durchweg mit dem Leben der Sikh-Gurus verknüpft, zum einen die Geburtstage (Gurpurab), zum andern die Martyrien und natürlich auch die Feiern zur Entstehung der Sikh-Gemeinschaft. Prozessionen und Singen religiöser Hymnen sind typisch für alle Sikh-Feste. Einige Hindufeste werden von den Sikhs ebenfalls begangen (s.u. Divali).
Feste
Außerdem:
Baha'i
Der Baha´i-Kalender hat für die Festtage auch einen besonderen Rhythmus und ist insgesamt auf die Gründungsdaten der Baha´i-Religion bezogen.
INFOREL Basel
Feste
- Am 12. November jeden Jahres feiert man den Geburtstag von Baha'u'llah, des Begründers der Bahá'í-Religion, der im Jahr 1817 in Teheran (Persien) als Sohn einer vornehmen persischen Familie geboren wurde.
Außerdem:
Unterricht
Baha´i-Religion im Unterricht
Chinesische Feste und Tierkreiszeichen
Der chinesische Jahresrhythmus wird über die Tierkreiszeichen bestimmt. Das im Februar beginnende neue Jahr 20109 ist nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Tigers. Für das zum Tierkreis gehörige Horoskop sind die Jahre des Tigers von positiven Energien erfüllt.
Zarathustra-Religion (Zoroastrismus)
Auch wenn der Zoroastrismus eine relativ kleine Religion ist, hat die religiöse Philosphie des Zarathustra doch das religiöse Denken des gesamten Mittelmeerraumes stark beeinflusst, und zwar durch ein stark dualistisches Denken: Alles geht auf zwei Urprinzipien zurück: Das Helige und Tugendhafte und das Abträglich und Böse. Von daher sind auch die stark jahreszeitlich orientierten Feste geprägt.