Matthäusevangelium

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Das Matthäusevangelium (MtEv)

Begriff Evangelium

Das Wort Evangelium kommt vom griechischen Wort ?euangelion? ; im griechischen war es die Bezeichnung einer ?guten Botschaft? etwa einer Siegesmeldung.




Verfasser

Das MtEv ist ca. 80 ? 100 n.Chr. entstanden. Es setzt das Markusevangelium sowie auch die Zerstörung Jerusalems (22,1 ff) voraus.

Wer der Verfasser des MtEv ist kann nicht geklärt werden da auch ?Matthäus? (Mt) wie jeder andere Evangelist seinen Namen nicht seinem Werk beigefügt hat.

In der kirchlichen Tradition des 2. bis 3. Jhdts schrieb man dieses Evangelium dem Apostel Matthäus zu.

Dieser Schluss ist aber falsch, da es unvorstellbar wäre, dass ein Augenzeuge Jesus das Markusevangelium als Vorlage genommen hätte, wie es Matthäus verrichtete.

Es gibt allerdings eine Vermutung, dass der Verfasser ein ehemals jüdischer Schriftgelehrter war, der Christ geworden ist. Hierfür würde sprechen, dass das Ev über weite Srecken in judenchristlicher Tradition geschrieben ist.




Quellen

Mt formt sein Evangelium aus hauptsächlich schriftlichen Quellen. Dabei handelt es sich um:


  • und dem sogenannten matthäischen Sondergut.


siehe auch Zwei-Quellen-Theorie.




Aufbau des MtEv

Das MtEv hat als Vorlage das Markusevangelium an dem es sich auch orientiert. Dennoch gibt es markante Unterschiede. Das herausstechenste ist wohl, dass Mt sein Evangelium um fünf ?große Reden? Jesus aufbaut.

Zu diesen Reden gehören:

Die 25, 1-46)

Des Weiteren fasst Mt die Wundergeschichten im Gegensatz zu Mk, der sie in den Kapiteln 1-5 verstreut wiedergibt, zu einem einzigen Block zusammen (Kp 9).

Diese Zusammenstellung verrät, worauf Mt das Gewicht gelegt hat: nämlich die Lehre Jesu.




Christusbild

Im MtEV ist Jesus von vorneherein als Messias/ Gottessohn durch die Vorgeschichte Jesus zu erkennen. In der Vorgeschichte wird die Abstammung Jesu auf Abraham und David dargestellt.

Mt hebt in seinem Evangelium das ?Tun? und die ?Lehre? Jesus Christus hervor.

Denn nach Mt besteht die heilsbringende Wirkung Jesu in seiner Lehre.




Literatur und weiterführende Links

Theißen, Gerd: Das Neue Testament, München 2002 .

Bibelseminar für die Gemeinde.in 2 x 15 Lektionen durch d. ganze Bibel, Zürich 1985.

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